Niemand weiß exakt, wo und wann das erste Glas mit prickeldem Sekt geleert wurde. Dom Perignon, der Mönch und Kellermeister der in der Abtei in Hautvillers in der Champagne, war wahrscheinlich nicht der Glückliche-auch wenn er von vielen gerne als der "Erfinder" des schäumenden Rebensaftes genannt wird. Sein Ausspruch bei der Verkostung seines ersten Glases Champagner "Brüder, kommt geschwind, ich trinke Sterne" ist weithin bekannt.

In England war das prickelnde Getränk schon 1667 bekannt. Dabei wurden bereits Glasflaschen genutzt, diedem Druck der Gärung standhielten. Bereits 1662 finden sich Hinweise, das Wein gezielt Zucker zugesetzt wurde um ihn "...frisch zu halten und perlend zu machen". Das war sechs Jahre bevor Dom Perignon mit der Champagnerherstellung zu experimentieren begann.

 

Die Bezeichnung Schaumwein kommt aus der Übersetzung des französischen Wortes "Mousse" in das Wort "Schaum". Gemeint ist damit "La mousse" (Moos), die mit einem Moosüberzug vergleichbare Schicht, die sich im Sektglas bildet, wenn Kohlensäure freigesetzt wird.

Der erste Sekt in Deutschland wurde Ende des 18. Jahrhunderts im Zisterzienserkloster Maulbronn und die kurfürstliche Kellerei in Mainz.

Viele deutsche Winzer gingen damals in die Champagne, um das Sekthandwerk zu erlernen. Einige gründeten dort ihre eigene Kellerei. Deshalb haben manche Champagnerhäuser deutsche Namen.

Kaiser Wilhelm II. führte schließlich die Sektsteuer ein um die deutsche Kriegsmarine zu finanzieren. Auch wenn die deutsche Kriegsflotte nicht mehr existiert: Noch heute gibt es in Deutschland die Sektsteuer. Sie beträgt 1,02 Euro/Fl. !

 

 

Die Geschichte vom Sektgut Schönleber im Rheingau beginnt mit Franz Schönleber. Er arbeitete nach seiner Lehre als Weinküfer bei der Sektkellerei Matthäus Müller in Eltville. Nach der Übernahme des Weinguts 1965 ließ er seinen Wein zunächst in anderen Sektkellereien "versekten".
Seine Söhne, Bernd und Ralf Schönleber, erlernten während Ihrer Ausbildung zum Weinbauingenieur bzw. Weinbautechniker ebenfalls das Handwerk der Sektherstellung.
Bernd war 2 Jahre in der Forschungsanstalt Geisenheim im Institut für Rebenzüchtung tätig. Dort werden u. a. verschiedene Rebsorten auf Ihre Eignung zur Sektherstellung geprüft. Versektet wird nach dem Verfahren "Traditionelle Flaschengärung".
Nach seiner Lehrzeit im Weingut Knyphausen in Erbach arbeitete Ralf Schönleber ein Jahr in der Erzeugergemeinschaft Winzersekt in Sprendlingen, einem großen Lohnversekter, der für sehr viele Winzer Sekt herstellt.
1990 viel die Entscheidung von nun an den Sekt im eigenen Betrieb herzustellen. Vater Franz fuhr mit seinen Söhnen nach Epernay in die Champagne. Dort wurden die ersten Geräte zur Sektherstellung gekauft.
Schon wenig später wurde das Cuvèe 01/90/91 , ein 1990er Mittelheimer St. Nikolaus Rieslingsekt, abgefüllt. Es waren immerhin 3289 Flaschen.
Mit der Zeit stellten sich erste Erfolge ein.
Heute werden über 22000 Flaschen Sekt produziert. Die Grundweine für F. B. Schönleber Sekt stammen weiterhin immer aus eigenen Weinbergen im Rheingau.
Seit 2013 ist das Weingut Mitglied im Verband deutscher Prädikatsweingüter (VDP).

Nach oben